Freitag, 6. Dezember 2013
Unwissend vorwärts stolpernd. Hungrig, meist müde, den Efeu des Waldhauses stündlich abtastend. Den Kopf in den Nacken und die Selbstgedrehte in der rechten Hand. Abwartend. Die Zeit wegschiebend. Die Tagträume des Sommers bogen in die Einflugschneise des Herbstes ein. Bin ich 'Röckchen' in ein paar Jahren und habe es bloß nicht kommen sehen, die Laufmasche kommen sehen? Scheinzufriedenheit, will ich rufen. Immer abklopfen, immer gesund misstrauisch, immer schön gesund sein. Ein paar Träume zuviel ja, aber bitte nichts, was über das Ufer tritt. Im spaßfernen und seelen-tödlichen Realismus gefangen? Zu harsch. Machen. Gut. War gar nicht so schwer und Fehler, die kleinen, unterlaufen einem täglich. Lügen und Fehler. Es gibt keine Hirngespinste, keine Schwere. Nur die kleinen Nadelstiche der Stadt, die Gedanken, die ab und zu von einer Ecke zur nächsten springen, um sich im darauf folgenden Moment an das Gesetz des Gestaltwandlers zu halten und ihre Form, Farbe und Geruch zu verändern. Ein spitzer Stein im Schuh oder doch eher eine Wolke aus pulverisiertem Orangensaft? Gedanken sind so. Sind Karotten, die auf Dachgemüsegärten wachsen und ihre Wurzeln reichen bis in die modrigen Keller der Mietshäuser. Unbedeutend. Bleiben Sie dran - Stay tuned.